Ruby Hates Beginnings

Dann fang ich mal an.

Bloggen wollte ich schon lange wieder. ,,Wieder“ bedeutet in diesem Fall, dass ich schon vor etwa fünf Jahren mal einen Blog hatte. Auf Kwick. Klingt lächerlich, aber es hat ziemlich Spaß gemacht.
Aber außer dem Versuch meine Nostalgie – die manchmal selbstzerstörerische Ausmaße annimmt – zu besänftigen, ist dieser Blog auch ein Ort an dem ich all die Gedanken, die in mir wüten, aufschreiben, ordnen, festhalten oder auskotzen möchte – je nachdem, was es gerade für welche sind.
Man liest immer wieder, ein Blog muss einzigartig sein. Sich abheben. Er braucht einen USP!
Dieser Satz klingt so abgedroschen: aber ich bin so normal, dass es fast schon weh tut. Glaube ich zumindest, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich aus meiner Umgebung die Dinge filtere, die mich das denken lassen.

Ich bin Anfang 20, studiere irgendwas mit Medien, befinde mich ständig zwischen meinem schönen Leben auf Instagram und meinen seelischen Abgründen auf Tumblr und weiß nicht ob ich nicht einfach normal oder einfach anders sein will. ,,Diese Gesellschaft bringt mich um“ und ,,Schande über mich, wann hör ich auf zu jammern, mir geht’s viel zu gut“ spielen Ping Pong in meinem Kopf. Ich habe einen guten Musikgeschmack und liebe Hunde. Ich philosophiere mit Freunden darüber, wie alles scheiße ist, geh heim, änder nichts, mache unbezahlte Praktika und bin wegen einer Angststörung in Therapie.

Das liest man ja öfter heutzutage. Also eigentlich brauch ich mich ja gar nicht schämen, ich bin wohl im wahrsten Sinne des Wortes noch normal, Teil der Norm. Nerven tut’s mich trotzdem.

Ob das jemand liest weiß ich nicht, ob es jemanden interessiert auch nicht. Aber ich fang jetzt einfach mal an.

5 Kommentare zu „Ruby Hates Beginnings

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