Aufrecht bleiben

Es kam ja jetzt länger nichts mehr von mir, was wohl daran liegt, dass es mir einigermaßen gut geht. Ich bin zwar noch weit entfernt von glücklich/zufrieden/ausgeglichen/normal/wieauchimmermanesnennenmag, aber es ist in Ordnung.

Heute habe ich in meinem Tagebuch geblättert und bin auf die Seiten meines bisher dunkelsten Kapitels gestoßen. Es ist gerade mal ein paar Monate her, doch es kommt mir so vor, als seien Jahre vergangen, als wäre das gar nicht ich gewesen. So wenig ich beschreiben kann woher dieser unbegreifliche Schmerz kam, den ich fühlte, so wenig weiß ich auch, wie ich es geschafft habe, ihn durchzustehen. Sogar so durchzustehen, dass nur mein engstes Umfeld, den Menschen, denen ich es erzählte, davon wussten. Und auch sie standen mit offenem Mund vor mir. ,,Das würde man von dir gar nicht denken!“ 


Ich habe meine Prüfungen geschrieben, mich mit Menschen getroffen und bin währenddessen 1000 Tode gestorben. Ich bin nicht stolz, es durchgestanden zu haben. Im Nachhinein war es unglaublich dumm, so weiter zu machen, wie bisher. Doch das ist im Nachhinein leicht gesagt.

Ich bin jetzt froh, dass ich da raus bin – dennoch bin ich vorsichtig. Ich versuche, auf die Signale meiner Seele zu hören.

Kein Erfolg, kein Wahren des guten Scheins, kein Ansehen ist es wert, sich in ein derart tiefes Loch zu werfen. Und ich hoffe, dass ich mich in allem was kommt, an dieses Prinzip erinnern werde. 

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