Auf der Hut

Ich bin so ängstlich, so schreckhaft, dabei ist da doch gar keine Gefahr. Es ist doch nichts. Außer die bösen, zerschmetternden Worte, die aus dem Nichts über mich hinabfallen, von oben herab, während ich mich bewegungslos ergebe. Die Spitzen der Worte und ihre Widerhaken bohren sich in meine Brust.

Und das ist die Gefahr. Für diese Wörterregen gibt es kein Frühwarnsystem. Ich bin immer auf der Lauer, vorsichtig bei jedem Schritt und jedem Wort, habe ich doch gelernt, dass ein jedes falsch sein kann.

Mir geht es gut zur Zeit. Nur nach den Wörterregen. Fühle ich mich müde und erschöpft, fühle ich mich wie Abfall, wie Dreck, überflüssig, wie ein Parasit, ich fühle mich gestört und unbrauchbar. Unglaublich, dass das über Jahre mein Grundzustand war.

Und das tut eigentlich am meisten weh. Zu wissen, dass die bösen Wörterregen, die mich so zerfleischten, von dem Individuum kamen und kommen, das mich eigentlich davor beschützen sollte.

2 Kommentare zu „Auf der Hut

  1. Worte, die wie Dolche sind. Das ist sehr schlimm. Vor allem dann, wenn sie mit Vorsatz, vielleicht gar noch die eine oder andere „Schwäche“ des Gegenübers ausnutzend, geäußert werden. Dann ist es UNMENSCHLICH!

    Es ist schön zu lesen, dass Du sie wohl inzwischen einzuordnen und auch abzulegen weißt, auch wenn sie (natürlich) jedesmal wieder weh tun.

    Ich wünsche Dir, dass Du auf dem eingeschlagenen Weg zu verbleiben schaffst.

    In diesem Sinne: Ganz liebe Grüße an Dich! 🙂

    Gefällt 1 Person

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